Tödliche Schlangenbisse

Fragen und Informationen zu Tieren und Pflanzen in Costa Rica.
charlee

Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon charlee » 27.07.2015, 12:15

"Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MINSA) sterben im zentralamerikanischen Land Panama jedes Jahr 200 Menschen durch Schlangenbisse."
http://latina-press.com/news/204225-pan ... angenbiss/

Wie sieht es in Costa Rica aus? Gibt es dazu auch Zahlen? Ist es wirklich in der Regenzeit gefährlicher? Kommt es auf die Region an?

murmel

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon murmel » 28.07.2015, 01:41

Hola charlee

Einige Infos dazu gibt es hier:
http://www.snakebiteinitiative.org/?page_id=699

Die giftigste Schlange in Costa Rica ist die Fer de Lance (Terciopelo, Barba amarilla, Lanzenotter).
Bild
Foto by Brian Gratwicke CC BY 2.0
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0, via Wikimedia Commons

saludos :wink:

charlee

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon charlee » 28.07.2015, 05:19

Ah vielen Dank. Habe gerade ergoogelt, dass die vor allem auch die angriffslustigste von den Giftschlangen sei.

Reichen da Gummistiefel wirklich aus um vor einem Biss geschützt zu sein? Sind ja nicht so stabil wie Leder.

Bin eigentlich in den meisten Dingen nicht der ängstliche oder übervorsichtige Typ. Vor so einer Begegnung hätte ich jedoch Riesenrespekt obwohl ich weiss, dass Schlangenbisse verhältnismässig selten sind. Habe bald mehr Angst vor meiner (falschen) Reaktion als von der Schlange selbst.

murmel

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon murmel » 28.07.2015, 05:53

Um ehrlich zu sein, mache ich mir viel mehr Sorgen um Kinder, die barfuß oder in Gummisandalen draußen spielen als um Erwachsene ...
Reichen da Gummistiefel wirklich aus um vor einem Biss geschützt zu sein? Sind ja nicht so stabil wie Leder.
Ich denke schon, dass Gummistiefel einen guten Schutz bieten, da der Gummi nicht so dünn ist. Man sollte auch nie unter eine Baumwurzel oder in andere Löcher greifen, da Schlangen solche Stellen gerne als Schlupfloch wählen.
Für ganz vorsichtige gibt es Stiefel, welche auch die Oberschenkel schützen; ich habe einmal zwei Touristinnen damit bei der Esquinas Rainforest Lodge gesehen. Es sieht lustig aus, und ob sie bei dieser Hitze angenehm zu tragen sind bezweifle ich, sie bieten allerdings einen optimalen Schutz.

Es geht aber nicht nur um Schlangen welche gerne den unteren Bereich des Beines attackieren, sondern auch um Schutz vor Zecken und anderen lieben Tierchen, die auf Grashalmen etc. sitzen und beim Vorbeigehen an den Beinen hängen bleiben.

Ganz sicher vor Schlangen ist man wahrscheinlich nie, außer vielleicht in größeren Städten. Ich saß einmal in einem Restaurant in einer kleinen Stadt, es lief ein spannender Film im TV, ich glaube es war "Conan der Barbar" als passend zum Film auf einmal eine giftige Schlange über den Bildschirm schlängelte ...

saludos :wink:

Tambopata

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon Tambopata » 01.08.2015, 06:49

Wir sind jetzt seit 2 1/2 Wochen mit unseren 2 Kindern in CR unterwegs. In dieser Zeit haben wir gerade mal 1 gelbgrüne Palmlanzenotter im Curi Cancha Reservat gesehen. Wobei uns ein Parkangestellter spontan zur Stelle führen musste. Sie war am Wegrand um einen Ast gewickelt.

Es gibt also keinen Grund für übertriebene Angst. Einfach die Augen offen halten.

charlee

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon charlee » 01.08.2015, 08:45

Ich schiebe keine Panik und hatte während des Urlaubes auch keine Angst. Aber ich vermute, würde ich alleine unterwegs sein und einer begegnen, hätte ich sehr wohl Angst. Besonders wenn ich sie spät sehe und schon nahe bin. Ich wüsste auch überhaupt nicht wie reagieren, wenn sich eine Schlange über den Bildschirm schlängelt während ich alleine zu Hause bin.

Die Lanzenotter soll sehr aggressiv und schnell sein und einen auch verfolgen. Sie ist auch nicht scheu und dringt zum Teil in Siedlungen zwecks Nahrungssuche vor (Wikipedia). Wenn ich nun einen Langzeitaufenthalt in relativer Abgeschiedenheit abseits der Touristenpfade in Costa Rica plane, soll dies nicht unbedingt in einem Eldorado für Lanzenottern sein, darum die Frage, ob das Vorkommen regional unterschiedlich ist.

Ich denke auch, wenn ich im Vornherein weiss wie reagieren, hält sich bei einem Vorfall auch die Angst in Grenzen.
Zuletzt geändert von charlee am 01.08.2015, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

boxer

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon boxer » 01.08.2015, 10:16

Tambopata hat geschrieben:Wir sind jetzt seit 2 1/2 Wochen mit unseren 2 Kindern in CR unterwegs. In dieser Zeit haben wir gerade mal 1 gelbgrüne Palmlanzenotter im Curi Cancha Reservat gesehen. Wobei uns ein Parkangestellter spontan zur Stelle führen musste. Sie war am Wegrand um einen Ast gewickelt.

Es gibt also keinen Grund für übertriebene Angst. Einfach die Augen offen halten.
Wahrscheinlich haben Euch aber einige mehr gesehen... :wink:

Tambopata

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon Tambopata » 01.08.2015, 14:37

Sogar mit Sicherheit, aber was ich nicht weiss... :D

romainesol

Re: Tödliche Schlangenbisse

Beitragvon romainesol » 07.08.2015, 13:22

Hallihallo

Hier kommt mein kleiner Input zzum Thema Schlangen in Costa Rica.

Lanzenottern werden sehr gross (<2m) und falls sie es dann sind, dann helfen auch keine Gummistiefel. Beim Aufräumen auf der Finca haben die Chicos 2 Lanzenottern getötet und beide haben immer noch die Zähne gefletscht, obwohl sie schon tot waren. Echt gruselig. Somit habe ich bis jetzt in 5 Jahren Costa Rica zwei tote Lanzenottern gesehen.

Bei Babyschlangen helfen Gummistiefel schon. Ein costaricanischer Freund wurde von einer Baby Terciopello gebissen, nachdem er 5 Stunden barfuss im Regenwald unterwegs war. Er hatte Glück, wurde in die Klinik gebracht und bekam ein Serum. Glücklicherweise hat er die Schlange noch gefunden und wusste, was es für eine war. Der Fuss wurde so gross wie ein Lufballon und schmerzte viele Wochen höllisch (sagt er). Der Biss blieb aber ohne weitere Folgen.

In den diversen Hotelanlagen habe ich nur ein einziges Mal eine sehr schöne Schlange gesehen. Sie war jedoch nicht aggressiv und verzog sich, nachdem sie sich fotografieren liess, wieder ins Gebüsch.

Ich laufe nachts grundsätzlich mit Taschenlampe und auf Wegen, vor allem, wenn ich Flipflops anhabe. Zusätzlich habe ich mir angewöhnt immer unter meine Füsse zu schauen.

Viel Glück auf jeden Fall.


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