Braulio Carrillo Nationalpark

Der 1978 gegründete Nationalpark Braulio Carrillo schützt eine vielfältige Flora und Fauna auf einem Gebiet von über 47`500 Hektar. Der zum größten Teil aus Primärwald bestehende Nationalpark erstreckt sich von nahezu Meereshöhe (La Selva) bis hinauf zum Vulkan Barva mit über 2900 Metern.

 

Nebelschwaden verschleiern den Blick auf die dicht bewaldeten Hänge und Berge des Nationalparks. Moosbewachsene Bäume, plätschernde Bäche mit Quellwasser, kleine Flüsse und Lagunen bezaubern den Wanderer.

Zahlreiche Orchideen und Farne bereichern die fast unermessliche Pflanzenvielfalt. Unter den etwa 130 Säugetierarten befinden sich Jaguar, Puma, Tapir, Stinktier, Faultier, Salamander, Wildschwein und verschiedene Spezies von Affen. Zahlreiche Vögel überfliegen das grüne Blätterdach, unter anderem der Königsgeier, Kolibri und Quetzal. Auch viele Frösche und Reptilien haben hier ihren Lebensraum gefunden.

 

Der Zugang zum Braulio Carillo ist über diverse Parkstationen möglich, darunter der Sektor Vulkan Barva und Sektor Quebrada González.

 

Anreise - der Sektor Quebrada González (Carrillo) befindet sich an der Straße von San José nach Limon und bietet mehrere Wanderwege mit Aussichtspunkten. Eine relativ einfache Möglichkeit um die vielfältige Natur in einer Höhenlage von etwa 500 Metern zu entdecken. Die Busse von San José nach Guápiles fahren hier vorbei.

    

Sektor Vulkan Barva

Mit 2906 Metern zählt der Barva zu den höchsten Vulkanen des Landes. Dass er seit Jahrtausenden nicht mehr aktiv ist, macht ihn in gewisser Hinsicht attraktiver als seine Nachbarn Poás, Irazú und Turrialba. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sich Tier-und Pflanzenwelt ungestört und ohne äußere Einflüsse entwickeln konnte.

 

Um den schlafenden Vulkan liegen Seen in längst erloschenen Kratern, der Barva und Copeysee.

Der Nationalpark schützt auch Bereiche der Wasserscheide des Sarapiquí mit ursprünglichem Regenwald und einer reichhaltigen Flora und Fauna. Hier oben in den Bergwäldern ist es möglich, den farbenprächtigen Göttervogel, den Quetzal, zu beobachten.

 

Die faszinierende Berglandschaft und Wanderungen zum Vulkan Barva oder den Lagunen machen einen Aufenthalt zum interessanten Abenteuer. Es gibt vier verschiedene Wege von etwa 900 bis 3500 Meter Länge, der "Cacho de Venado", "Mirador Vara Blanca", "Volcán Barva" und "Laguna Copey".

 

Anreise - den Sektor Vulkan Barva erreicht man von Heredia aus über San José de la Montana und Paso Llano oder Sacramento. Diejenigen welche den Bus nehmen fahren meistens bis Paso Llano (Porrosati), von wo es noch mehrere Kilometer bis zur Parkstation sind.

    

Braulio Carrillo (Skizze)

 

Weblinks:

Rara Avis

Bilder zum Vulkan Barva

 

Letztes Update, September 2013

© 2017